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Norwegische Königsfamilie – Millionen-Apanage sorgt für öffentliche Debatte

Der neue norwegische Staatshaushalt sieht für König Haakon und Königin Mette‑Marit eine deutlich höhere Apanage vor. Die Entscheidung löst in Norwegen und darüber hinaus kontroverse Reaktionen aus.

Norwegische Königsfamilie – König Haakon und Königin Mette-Marit bei Diskussion über Millionen‑Apanage
Norwegische Königsfamilie – König Haakon und Königin Mette-Marit bei Diskussion über Millionen‑Apanage Foto: Osama Shukir Muhammed Amin FRCP(Glasg) · BY-SA · Openverse

Das Wichtigste in Kürze

Die norwegische Königsfamilie erhält im Staatshaushalt 2027 eine Apanage von 30,9 Millionen Kronen (ca. 2,9 Millionen Euro) für König Haakon und Königin Mette‑Marit. Die Summe ist um rund 1,2 Millionen Kronen höher als 2026 und führt zu einer breiten Debatte über die Angemessenheit staatlicher Mittel.

Warum die norwegische königsfamilie 2027 mehr Geld erhält

Der norwegische Staatshaushalt 2027 sieht für König Haakon und Königin Mette‑Marit eine Apanage von 30,9 Millionen Kronen vor, was einer Erhöhung von rund 1,2 Millionen Kronen entspricht.

Im Oktober 2026 präsentierte die Regierung Oslo einen Haushaltsentwurf für das Jahr 2027, der die finanzielle Unterstützung des Königspaares neu bündelt. Bisher wurden die Apanagen für das Königspaar und das Kronprinzpaar getrennt ausgewiesen; nun fließen sie in einen einzigen Topf.

Die Zusammenlegung beinhaltet einen Inflationsaufschlag von etwa vier Prozent, wodurch die Gesamtsumme von 29,7 Millionen Kronen im Vorjahr auf 30,9 Millionen Kronen steigt. Der Palast bezeichnet das Vorgehen als Phase einer organisatorischen Neuausrichtung.

Wie hoch ist die neue Apanage im Vergleich zum Vorjahr?

Im Jahr 2026 betrug die kombinierte Apanage für Königspaar und Kronprinzpaar 29,7 Millionen Kronen; 2027 steigt sie auf 30,9 Millionen Kronen.

Die vorherige Aufteilung sah 16,2 Millionen Kronen für das damalige Königspaar Harald und Sonja sowie 13,5 Millionen Kronen für das Kronprinsenpaar Haakon und Mette‑Marit vor. Zusammen ergab das 29,7 Millionen Kronen, etwa 2,77 Millionen Euro.

Durch die Konsolidierung und den Inflationszuschlag erreicht die neue Summe rund 2,88 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 112 000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Welche Reaktionen gibt es in der norwegischen Bevölkerung?

Eine Umfrage von Nettavisen aus Oktober 2026 zeigte, dass rund 40 % der Befragten die Apanage als zu hoch empfinden, während ein ähnlicher Anteil sie für angemessen hält.

Die nicht‑repräsentative Online‑Umfrage befragte 2.503 Norweger zu ihrer Meinung über die königliche Apanage. Vier von zehn Stimmen bezeichnen die Summe als überhöht, fast genauso viele halten sie für gerechtfertigt.

Ein Zwölftel der Teilnehmer meint, das Königshaus sollte sogar noch mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Thema stark polarisiert.

Welche Rolle spielt Königinmutter Sonja im neuen Budget?

Königinmutter Sonja erhält im Haushaltsentwurf keinen eigenen Posten, doch Experten gehen davon aus, dass Ausgaben für sie aus der Apanage des Königspaares finanziert werden könnten.

Im Entwurf fehlt ein separater Budgetposten für die 89‑jährige Königinmutter Sonja, die seit dem Tod von König Harald V. im September 2026 die Witwe des verstorbenen Monarchen ist.

Der Königshaus‑Experte Ole‑Jørgen Schulsrud‑Hansen erklärte gegenüber TV 2, dass mögliche Kosten für Sonja oder die Kronprinzessin Ingrid‑Alexandra über die Apanage des Königspaares abgewickelt werden könnten.

Wie beeinflusst die Finanzsituation das Ansehen der norwegischen königsfamilie?

Die Diskussion um die Millionen‑Apanage hat das Image des Hauses belastet und führt zu intensiver Medienberichterstattung in Norwegen und international.

Seit der Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs berichten sowohl nationale als auch ausländische Medien über die Debatte. Der Merkur beschreibt die Situation als „Haushalts‑Zoff“ zwischen der Bevölkerung und dem Königspaar.

Kritik konzentriert sich nicht nur auf die Höhe der Summe, sondern auch auf die Transparenz der Mittelverwendung, etwa im Zusammenhang mit privaten Einnahmen aus dem Gut Skaugum.

Was bedeutet das für die zukünftige Finanzierung des norwegischen Königshauses?

Der Haushalt 2027 legt zudem eine Erhöhung des gesamten Hofetats von 278 auf 288 Millionen Kronen fest, was langfristige finanzielle Anpassungen signalisiert.

Neben der Apanage wird der Etat des Königlichen Hofes von 278 Millionen Kronen im Vorjahr auf 288 Millionen Kronen angehoben – ein Anstieg von knapp 3,6 %.

Die Erweiterung des Budgets lässt vermuten, dass das norwegische Parlament künftig weitere Anpassungen vornimmt, um den wachsenden administrativen Aufwand des Königshauses zu decken.

Häufige Fragen

Wie wird die Apanage für das norwegische Königspaar berechnet?

Die Apanage wird jährlich vom norwegischen Parlament beschlossen und orientiert sich an Inflation, Lebenshaltungskosten und den Aufgaben des Königspaares. Zusätzlich wird ein Aufschlag für mögliche Ausgaben für Familienmitglieder berücksichtigt.

Wer entscheidet über die Höhe der königlichen Apanage?

Die Entscheidung liegt beim norwegischen Storting (Parlament). Nach Vorlage des Haushaltsentwurfs durch die Regierung wird die Apanage im Rahmen des Gesamtstaatsbudgets diskutiert und abgestimmt.

Wie viel Geld erhalten andere Mitglieder des norwegischen Königshauses?

Im Haushalt 2026 wurden 13,5 Millionen Kronen für das Kronprinsen‑ und Kronprinzinnengespann bereitgestellt. Im Jahr 2027 gibt es keinen separaten Posten mehr für Kronprinzessin Ingrid‑Alexandra, sodass eventuelle Ausgaben aus der gemeinsamen Apanage des Königspaares gedeckt werden könnten.

Gibt es vergleichbare Apanagen in anderen europäischen Monarchien?

Ja, zahlreiche europäische Königshäuser erhalten staatliche Zuwendungen, die je nach Land stark variieren. In Schweden, Dänemark und den Niederlanden werden ähnliche Budgets für Unterhalt, Personal und offizielle Aufgaben bereitgestellt, wobei die Transparenz und Höhe ebenfalls regelmäßig politisch diskutiert werden.

Wie häufig wird der norwegische Staatshaushalt geändert?

Der norwegische Staatshaushalt wird jährlich vom Parlament beschlossen. Änderungen können während der Legislaturperiode durch Nachtragsgesetze oder Sonderprogramme vorgenommen werden, wobei die endgültige Genehmigung in der Regel im Dezember erfolgt.

Quellen

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