Märtha Louise von Norwegen klagt auf 80 Millionen US‑Dollar
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen und ihr Ehemann Durek Verrett haben in Kalifornien eine Klage über mehr als 80 Millionen US‑Dollar Schadensersatz eingereicht.
Das Wichtigste in Kürze
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen und ihr Mann Durek Verrett haben am 5. Oktober 2026 in Kalifornien eine Klage über mehr als 80 Millionen US‑Dollar Schadensersatz gegen zehn Personen eingereicht. Die Klage richtet sich gegen frühere Geschäftspartner, Verwandte und Freunde, die laut Gerichtsunterlagen falsche und schädigende Behauptungen verbreitet haben.
Was ist das Kernanliegen von Märtha Louise von Norwegen in der Klage?
Sie fordert über 80 Millionen US‑Dollar Schadensersatz wegen angeblicher Verleumdungen und Vertragsbrüche.
Am 5. Oktober 2026 reichten Märtha Louise von Norwegen (55) und ihr Ehemann Durek Verrett (51) eine Klage beim Los Angeles County Superior Court ein. In den Gerichtsunterlagen, die die norwegische Zeitung VG einsehen konnte, wird ein Schadenersatz von insgesamt mehr als 80 Millionen US‑Dollar gefordert, was rund 70 Millionen Euro entspricht.
Die Kläger behaupten, dass ehemalige Partner und Freunde falsche Aussagen über sie verbreitet haben. Diese Aussagen hätten nachweislich zu gesundheitlichen, finanziellen und beruflichen Nachteilen geführt und zudem bestehende Vertraulichkeitsvereinbarungen verletzt.
Wie hoch sind die einzelnen Forderungen in der Klage von Märtha Louise von Norwegen?
Die Klage beinhaltet drei Forderungen von Durek Verrett über rund 30 Millionen US‑Dollar, zwei von Märtha Louise über rund 20 Millionen US‑Dollar und weitere 30 Millionen US‑Dollar über ihre Firma Ohana Productions.
Durek Verrett verlangt in drei Posten zusammen mehr als 30 Millionen US‑Dollar, was etwa 27 Millionen Euro entspricht. Märtha Louise selbst fordert in zwei separaten Posten über 20 Millionen US‑Dollar, also rund 18 Millionen Euro. Die Produktionsfirma Ohana Productions, die dem Ehemann gehört, stellt weitere drei Forderungen in gleicher Höhe auf.
Selbst wenn sich einige Forderungen überschneiden, bleibt ein Mindestbetrag von rund 27 Millionen Euro übrig. Die gesamte Klageschrift umfasst 242 Seiten und mehrere Anlagen, was die Komplexität des Verfahrens verdeutlicht.
Welche Personen stehen als Beklagte gegenüber Märtha Louise von Norwegen?
Zehn Personen, darunter Dureks Halbschwester, frühere Manager, ein ehemaliger Freund und weitere nicht namentlich genannte Akteure, werden verklagt.
Zu den Beklagten zählen Dureks Halbschwester, eine ehemalige Partnerin, ein früherer Manager, ein ehemaliger Geschäftspartner und ein einstiger Freund. Zusätzlich werden zehn weitere Personen oder Akteure genannt, deren Identität bislang nicht veröffentlicht wurde.
Die Klage wirft den Beklagten vor, falsche und schädigende Behauptungen verbreitet und damit gegen zuvor geschlossene Vertraulichkeitsvereinbarungen verstoßen zu haben. Die Vorwürfe betreffen sowohl private als auch geschäftliche Angelegenheiten.
Welchen historischen Hintergrund hat die Stellung von Märtha Louise von Norwegen in der norwegischen Königsfamilie?
Märtha Louise ist die ältere Schwester von König Haakon und verlor nach der damals geltenden männlichen Thronfolge das Erbrecht, das 1990 auf Gleichstellung umgestellt wurde.
Märtha Louise wurde 1971 als Tochter von König Harald V. geboren. Bei ihrer Geburt galt noch die rein männliche Thronfolge, weshalb ihr jüngerer Bruder Haakon zum Thronfolger ernannt wurde.
Erst 1990 änderte Norwegen die Thronfolgeregeln und führte die vollständige Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Für Märtha Louise kam diese Reform zu spät, sodass sie nicht mehr in die Thronfolge aufgenommen wurde.
Welche Auswirkungen könnte das Verfahren auf die norwegische Königsfamilie und das öffentliche Bild haben?
Ein öffentlich ausgetragener Rechtsstreit könnte das Ansehen der Familie in Norwegen und international belasten und Diskussionen über die Privatsphäre von Royals anstoßen.
Der Rechtsstreit wird in den norwegischen Medien breit diskutiert. Durch die internationale Zuständigkeit in Kalifornien wird das Verfahren zudem global sichtbar, was das öffentliche Bild der norwegischen Monarchie beeinflussen kann.
Kritiker könnten das Vorgehen als Versuch werten, private Konflikte in den Gerichtssaal zu tragen. Befürworter sehen darin ein notwendiges Mittel, um Rufschädigung zu stoppen und rechtliche Klarheit zu schaffen.
Wie geht das Verfahren in den USA weiter?
Ein Planungstermin ist für Dezember 2026 vorgesehen, danach folgt die mündliche Verhandlung im Los Angeles County Superior Court.
Laut den eingereichten Gerichtsunterlagen soll im Dezember 2026 ein erster Planungstermin stattfinden. Dieser Termin dient der Festlegung von Fristen, Beweismitteln und Zeugenlisten.
Nach Abschluss der Vorbereitungsphase wird die eigentliche mündliche Verhandlung im Los Angeles County Superior Court fortgesetzt. Der Ausgang des Verfahrens bleibt vorerst ungewiss.
Häufige Fragen
Wer ist Märtha Louise von Norwegen?
Märtha Louise, geboren 1971, ist die ältere Tochter von König Harald V. und die Schwester von König Haakon. Sie ist seit 2002 mit dem US‑Shaman Durek Verrett verheiratet und gehört zur norwegischen Königshaus.
Warum reicht das Paar die Klage ein?
Sie behaupten, dass ehemalige Partner und Freunde falsche Aussagen verbreitet und Vertraulichkeitsvereinbarungen verletzt haben. Diese Handlungen hätten ihren Ruf, ihre Gesundheit und ihre geschäftlichen Aktivitäten geschädigt.
Welche Summe wird insgesamt gefordert?
Die Klage verlangt mehr als 80 Millionen US‑Dollar Schadensersatz, was etwa 70 Millionen Euro entspricht.
Wann beginnt das Verfahren?
Ein erster Planungstermin ist für Dezember 2026 vorgesehen; danach folgt die eigentliche Verhandlung im Los Angeles County Superior Court.
Wie reagierte die norwegische Presse auf die Klage?
Die norwegische Zeitung VG berichtete über die umfangreiche 242‑seitige Klageschrift und betonte, dass die Vorwürfe gegen enge Vertraute und frühere Geschäftspartner des Paares gerichtet sind.