dfb-pokal: Trainerwechsel bei Jeddeloh II nach Pokal‑Coup
Der Regionalligist SSV Jeddeloh II feierte im DFB‑Pokal einen historischen Sieg, verliert aber kurz darauf seinen Cheftrainer. Der Beitrag erklärt die Hintergründe und die Bedeutung des bevorstehenden Pokalspiels am 28. Oktober.
Das Wichtigste in Kürze
Der Regionalligist SSV Jeddeloh II hat Trainer Kristian Arambasic nach einer 2:7‑Niederlage bei Drochtersen/Assel entlassen. Die Trennung erfolgt kurz vor dem zweiten DFB‑Pokal‑Rundenspiel am 28. Oktober gegen Hertha BSC.
Warum führte das 2:7 gegen Drochtersen/Assel zum Trainerwechsel bei Jeddeloh II im DFB‑Pokal?
Die 2:7‑Niederlage bei Drochtersen/Assel war der unmittelbare Auslöser für die Entlassung von Kristian Arambasic, weil sie die schlechte Ligaposition des Vereins bestätigte.
Am vergangenen Wochenende erlitt Jeddeloh II in der Regionalliga Nord eine 2:7‑Deutliche Niederlage gegen den Aufstiegskandidaten SV Drochtersen/Assel. Das Ergebnis war das dritte Spiel in Folge ohne Sieg und ließ den Verein weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz zurückfallen.
In einer kurzen Mitteilung erklärte der Verein: „Wir haben uns mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Kristian Arambasic sowie seinem Co‑Trainer Seyhan Adigüzel getrennt.“ Die Aussage wurde von NDR und T‑Online identisch wiedergegeben.
Der sportliche Leiter Olaf Blanke übernimmt nun interimistisch die Betreuung der Mannschaft, um zumindest kurzfristig eine stabile Führung zu gewährleisten, bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist.
Wie entstand die 5:2‑Überraschung gegen den 1. FC Heidenheim im DFB‑Pokal?
Jeddeloh II besiegte den Bundesliga‑Absteiger Heidenheim mit 5:2 in der ersten Pokalrunde, weil das Team taktisch stark agierte und frühe Treffer erzielte.
Im ersten DFB‑Pokalspiel am 24. Juli traf Jeddeloh II in der ersten Runde auf den kürzlich abgestiegenen 1. FC Heidenheim. Trotz der deutlichen Qualitätsdifferenz setzte das niedersächsische Dorfteam früh Druck und erzielte bereits in der 12. Minute das erste Tor.
Der weitere Spielverlauf war von schnellen Gegenstößen und einer kompakten Defensive geprägt. Heidenheim konnte nur einmal nachlegen, während Jeddeloh II drei weitere Treffer hinzufügte, sodass das Endergebnis 5:2 lautete.
Der Sieg wurde in den Medien als „Pokal‑Coup“ bezeichnet und brachte dem Verein erstmals nationale Aufmerksamkeit sowie erhebliche Medienpräsenz.
Welche Bedeutung hat das bevorstehende Pokalduell am 28. Oktober für Jeddeloh II?
Am 28. Oktober trifft Jeddeloh II im DFB‑Pokal auf den Zweitliga‑Spitzenreiter Hertha BSC, ein Spiel, das finanzielle Einnahmen und sportliche Sichtbarkeit bringen kann.
Das zweite Pokalspiel wird im Oldenburger Stadion ausgetragen, wo Hertha BSC als Tabellenführer der 2. Bundesliga antritt. Für Jeddeloh II bedeutet das Aufeinandertreffen mit einem Profi‑Club nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch ein möglicher Geldsegen durch TV‑Rechte und Ticketverkäufe.
Ein erfolgreiches Pokalspiel könnte dem Verein helfen, die laufende Finanzkrise zu lindern, die durch die schwache Ligaposition entstanden ist. Gleichzeitig bietet das Spiel eine Plattform, um neue Sponsoren zu gewinnen.
Die Vorbereitung läuft unter der interimistischen Führung von Olaf Blanke, der die Mannschaft auf die höhere Intensität des Spiels einstimmen soll.
Wie wirkt sich die schwache Tabellenlage in der Regionalliga Nord auf die Pokalambitionen von Jeddeloh II aus?
Mit nur drei Siegen nach zwölf Spielen steht Jeddeloh II auf dem vorletzten Tabellenplatz, was die Motivation für den Pokal erhöht, da er die einzige Chance auf nationale Aufmerksamkeit bietet.
Nach zwölf Spielen liegt Jeddeloh II mit nur drei Punkten vor dem Tabellenende. Die Bilanz von sechs Niederlagen, einem Unentschieden und drei Siegen verdeutlicht die sportliche Krise des Clubs.
Der DFB‑Pokal stellt für den Verein daher ein seltenes Ventil dar: Ein erfolgreiches Pokalspiel kann das Selbstvertrauen stärken und die Stimmung im Team heben, während die Liga weiterhin um den Klassenerhalt kämpft.
Trainerwechsel und die damit verbundene Unruhe haben die Saison zusätzlich erschwert, sodass das Pokalspiel gegen Hertha BSC als möglicher Wendepunkt angesehen wird.
Welche Perspektiven bietet die interimistische Führung durch Sportlichen Leiter Olaf Blanke für die Saison?
Olaf Blanke übernimmt die Mannschaft interimistisch, um kurzfristig Stabilität zu schaffen und das Pokalspiel gegen Hertha BSC vorzubereiten.
Blanke, bislang als sportlicher Leiter tätig, übernimmt die Trainingsleitung und das Match‑Management bis ein neuer Cheftrainer feststeht. Sein Fokus liegt darauf, die taktische Grundstruktur zu festigen und die Moral der Spieler zu stabilisieren.
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Trainerstab und den Spielern soll ein klarer Spielplan für das Pokalduell erarbeitet werden, der sowohl defensive Sicherheit als auch schnelle Gegenangriffe vorsieht.
Langfristig wird die Vereinsführung nach einem passenden Trainer suchen, doch die unmittelbare Aufgabe besteht darin, das Team für das anstehende Spiel am 28. Oktober wettbewerbsfähig zu machen.
Häufige Fragen
Wie ist das Format des DFB‑Pokals aufgebaut?
Der DFB‑Pokal ist ein K.-o.-Wettbewerb, an dem Mannschaften aus allen Ligen des deutschen Fußballs teilnehmen. Jede Runde wird in einem Einzelspiel ausgetragen, das Siegerteam zieht in die nächste Runde ein, während das Verliererteam ausscheidet.
Wie viele Zuschauer kamen beim Pokalspiel gegen Heidenheim?
Das Spiel fand im Stadion von Jeddeloh II statt und zog etwa 2 500 Zuschauer an, was für einen Regionalligisten ein deutliches Besucherplus darstellte.
Welche finanziellen Vorteile bringt ein Pokalspiel gegen einen Zweitligisten?
Ein Pokalspiel gegen einen Zweitligisten generiert Einnahmen aus Fernsehgeldern, Ticketverkäufen und möglichen Sponsorenbeiträgen. Zusätzlich können Preisgelder bei weiterem Fortschritt im Wettbewerb die Vereinskasse merklich entlasten.
Welchen Verein leitete Kristian Arambasic vor Jeddeloh II?
Bevor er im Sommer 2026 zu Jeddeloh II kam, war Kristian Arambasic Trainer beim Oberligisten BSV SW Rehden, wo er bis Juni aktiv war.
Wann spielt Jeddeloh II das nächste Ligaspiel nach dem Pokalduell?
Nach dem Pokalspiel am 28. Oktober steht Jeddeloh II am darauffolgenden Montag, dem 29. Oktober, im Heimspiel gegen den VfB Lübeck in der Regionalliga Nord.