Skoda Peaq: Was das größte Elektro-SUV der Tschechen kostet und kann
Skoda stellt mit dem Peaq sein bislang größtes Elektroauto zu den Händlern. Die ersten Fahrberichte nennen Preise ab 49.900 Euro und bis zu 642 Kilometer Reichweite.
Das Wichtigste in Kürze
Der Skoda Peaq ist das bislang größte Elektromodell der Marke und kostet ab 49.900 Euro in der Version Selection 60 mit 204 PS und 59-kWh-Akku. Die stärkere Variante Peaq 90 mit 86-kWh-Akku und 286 PS beginnt bei 57.900 Euro und kommt laut Herstellerangabe auf bis zu 642 Kilometer Reichweite. Das SUV ist rund 4,87 bis 4,90 Meter lang und lässt sich mit bis zu sieben Sitzen bestellen.
Was kostet der Skoda Peaq?
Der Einstieg liegt bei 49.900 Euro. Dafür gibt es den Peaq Selection 60 mit 204 PS, Heckantrieb und einem 59 kWh großen Akku, der bis zu 456 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Wer mehr Akku will, zahlt deutlich mehr.
Die von Bild gefahrene Version Peaq 90 startet bei 57.900 Euro. Zwischen den beiden Varianten liegen 8.000 Euro und rund 186 Kilometer Reichweite nach Werksangabe. Für Familien, die regelmäßig längere Strecken fahren, ist das die entscheidende Rechnung.
Preise für Zwischenausstattungen und Allradversionen hat Skoda in den vorliegenden Berichten nicht genannt. Wer den Wagen konfigurieren will, sollte die aktuellen Listen beim Händler prüfen.
- Peaq Selection 60: 204 PS, 59-kWh-Akku, bis zu 456 km, ab 49.900 Euro
- Peaq 90: 286 PS, 86-kWh-Akku, bis zu 642 km, ab 57.900 Euro
Wie weit kommt der Peaq wirklich?
642 Kilometer stehen im Datenblatt des Peaq 90. Das ist ein Werkswert unter Laborbedingungen, kein Versprechen für die Autobahn im Winter. Der 86-kWh-Akku ist laut Bild der bislang größte, den Skoda in ein Elektroauto gebaut hat.
Beim Laden nennt der Bericht bis zu 199 kW Ladeleistung. Von zehn auf 80 Prozent dauert es demnach 28 Minuten. Das reicht für eine Kaffeepause auf der Langstrecke, liegt aber nicht an der Spitze dessen, was aktuelle Schnelllader hergeben.
Interessant ist, was Skoda beim Rekuperieren macht. Im B-Modus verzögert der Wagen kräftig, sobald der Fuß vom Fahrpedal geht. Der Travel Assist 3.0 bremst zusätzlich vor Tempolimits, Kreuzungen, Kurven und Kreisverkehren automatisch ab. Das spart Energie. Bild beschreibt aber auch die Kehrseite: Greift das System oft ein, wirkt die Fahrt unruhig. Über die Lenkradwippen lässt sich die Rekuperation zurücknehmen.
Passen wirklich sieben Personen hinein?
Der Peaq ist auf Platz gebaut. Der ADAC misst 4,87 Meter Länge und einen Radstand von 2,96 Metern, rund 17 Zentimeter mehr als beim Kodiaq mit Verbrennungsmotor. Bild nennt knapp 4,90 Meter Außenlänge.
Die zweite Sitzreihe lässt sich um 15 Zentimeter vor und zurück schieben. Das entscheidet darüber, ob die dritte Reihe für Erwachsene taugt oder nur für Kinder auf kurzen Strecken. Als Fünfsitzer nimmt der Kofferraum 935 Liter auf.
Damit rückt der Peaq in ein Segment, in dem es in Deutschland wenig Auswahl gibt: elektrische Siebensitzer unterhalb der Luxusklasse. Der ADAC hält es für möglich, dass der Peaq dem Kodiaq als Flaggschiff der Marke den Rang abläuft.
Wie fährt sich das 2,4-Tonnen-SUV?
Trotz rund 2,4 Tonnen Gewicht beschleunigt der Peaq 90 laut Bild in 7,1 Sekunden auf Tempo 100, Schluss ist bei 180 km/h. Das sind Werte, die im Alltag jede Autobahnauffahrt entspannt machen, ohne den Wagen zum Sportgerät zu erklären.
Auf Alpenpässen loben die Tester die direkte Lenkung und geringe Wankbewegungen. Mit den adaptiven Dämpfern des DCC-Fahrwerks beschreibt Bild den Peaq als gut gedämmten Cruiser, der auf Komfort ausgelegt ist. Der ADAC kommt zu einem ähnlichen Eindruck und nennt das SUV komfortabel und leise.
Wo lässt sich der Peaq schon anschauen?
Die Auslieferung an die Händler läuft bereits. Einzelne Autohäuser zeigen den Wagen bei Premierenterminen. In Brandenburg an der Havel etwa stellt das Autohaus MOTHOR am Samstag, 26. September 2026, von 10 bis 14 Uhr in der Carl-Reichstein-Straße 25 den Peaq und das kleinere Modell Epiq erstmals aus.
Solche Termine sind derzeit die schnellste Möglichkeit, die dritte Sitzreihe selbst auszuprobieren. Wer Wert auf den Raumeindruck legt, sollte Kindersitze mitbringen und die verschiebbare Rückbank in beiden Endstellungen testen.
Für wen lohnt sich der Skoda Peaq?
Die Zielgruppe ist eindeutig: Familien mit mehr als drei Kindersitzen oder Haushalte, die regelmäßig Menschen und Gepäck gleichzeitig transportieren. Für sie beantwortet der Peaq eine Frage, die bei Elektroautos lange offenblieb.
Wer dagegen selten voll besetzt fährt, bezahlt Länge und Gewicht mit. Die 2,4 Tonnen müssen bei jedem Ampelstart und in jeder Parklücke bewegt werden, und der Einstiegspreis liegt spürbar über kompakteren Elektro-SUVs derselben Marke wie Enyaq und Elroq.
Offen bleibt nach den ersten Fahrberichten, wie sich der Verbrauch im Alltag entwickelt und wie die Reichweite im Winter aussieht. Belastbare Zahlen dazu liefern erst Dauertests.
Häufige Fragen
Was kostet der Skoda Peaq?
Der Skoda Peaq startet bei 49.900 Euro für die Version Selection 60 mit 204 PS, Heckantrieb und 59-kWh-Akku. Die stärkere Variante Peaq 90 mit 286 PS und 86-kWh-Akku kostet ab 57.900 Euro. Preise für weitere Ausstattungslinien hat Skoda in den bisherigen Fahrberichten nicht genannt.
Wie groß ist die Reichweite des Skoda Peaq?
Nach Werksangabe schafft der Peaq 90 mit 86-kWh-Akku bis zu 642 Kilometer, der Peaq Selection 60 mit 59-kWh-Akku bis zu 456 Kilometer. Diese Werte stammen aus dem genormten Messzyklus. Im Alltag liegen Verbrauch und Reichweite je nach Tempo, Beladung und Außentemperatur darunter.
Hat der Skoda Peaq sieben Sitze?
Ja, der Peaq ist als Siebensitzer mit dritter Sitzreihe zu haben. Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich um 15 Zentimeter vor und zurück verschieben, was den Zustieg nach hinten erleichtert. Als Fünfsitzer fasst der Kofferraum 935 Liter.
Wie schnell lädt der Skoda Peaq?
Der Peaq 90 lädt mit bis zu 199 kW. Von zehn auf 80 Prozent Ladestand vergehen laut Fahrbericht 28 Minuten. Zu Hause an der Wallbox dauert eine volle Ladung des 86-kWh-Akkus entsprechend länger, hier entscheidet die Leistung des heimischen Anschlusses.
Wie groß ist der Skoda Peaq?
Der ADAC gibt eine Länge von 4,87 Metern an, Bild nennt knapp 4,90 Meter. Der Radstand misst 2,96 Meter und liegt damit rund 17 Zentimeter über dem des Skoda Kodiaq. Das Fahrzeuggewicht beträgt etwa 2,4 Tonnen.
Ist der Peaq besser als der Skoda Kodiaq?
Er ist größer und bietet mehr Platz, fährt aber rein elektrisch. Der ADAC hält es für möglich, dass der Peaq den Kodiaq als Flaggschiff ablöst. Die Entscheidung hängt vor allem daran, ob zu Hause und unterwegs verlässlich geladen werden kann.